The Floo Network
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Karl-May-Bücherdatenbank
Der Aktivposten der May-Szene
Das Kernstück dieses Webangebotes bietet eine interaktiv wachsende Datenbank der seit 1963 erschienenen May-Ausgaben, in der die Nutzer ihre eigenen Sammlungen verwalten können. Der Datenbestand umfasst Bücher, Comics und
Zeitschriften und ist mittlerweile derart angewachsen, dass nur noch wenige Lücken zu schließen sind, wozu jeder beitragen kann. Nachteilig ist lediglich die manchmal fehlende Flexibilität, die der Datenbankstruktur geschuldet ist,
die eine Einordnung in Schubladen und Kategorien erforderlich macht, was sich auch in der optischen Darstellung widerspiegelt. Die Flexibilität von Fließtextdarstellungen wird gelegentlich vermisst. Hinzu kommt, dass eine Datenbank
irgendwann mit allen Fakten gefüllt und man sozusagen fertig damit ist. Das erklärt, das die Aktivitäten in diesem Bereich spürbar zurückgegangen sind.
Neben diesem Urbestandteil der Website gibt es aber mittlerweile ein gut genutztes Diskussionsforum und seit neuestem ein breit informierendes Karl-May-Wiki, das gerade die Nachteile der Datenbank nicht hat, weil Informationen in
beliebiger Breite und Tiefe eingefüllt und formatiert werden können. Folgerichtig konzentriert sich hier seit einiger Zeit der größte Teil der Neuheiten.
Das voll auf Interaktivität setzende Konzept hat sich ausgezahlt. Zahlreiche May-Interessierte mit unterschiedlichen Kenntnisschwerpunkten sind erkennbar mit Spaß bei der Arbeit, sodass das Informationsangebot geradezu
exponenziell wächst und sich sozusagen von allein korrigiert.
Da der Schreiber von der Betreiberin der Seite in unnachahmlicher Weise zur Mitarbeit bewegt wurde, sind die hier zu lesenden Empfehlungen naturgemäß nicht objektiv.
Karl-May-Magazin
Ausgesprochen schön und kommunikativ
Von allen Karl-May-Angeboten im World-Wide-Web präsentiert sich diese erkennbar professionell layoutete Seite als die mit einigem Abstand bunteste. Das vor einigen Jahren noch technisch ausgereifteste und schönste Web-Angebot
im May-Universum ist mittlerweile von anderen ein-, wenn nicht gar überholt worden. Eine Frischzellenkur wird gelegentlich angekündigt, bleibt aber aufgrund Personalmangels ohne Realisierung, ist aber auch noch nicht dringend
erforderlich
 Die Startseite bietet unmittelbar Zugriff auf aktuelle Szene-Nachrichten rund um
Karl May (Aktualität und Themenbreite sind konkurrenzlos — der Datenbestand wird regelmäßig gepflegt).
Als kommerzielle Angebote finden sich ein Fan-Shop und die Präsentation der Fachzeitschrift »KARL MAY & Co.« (Der Name ist Programm).
Man merkt es den Machern an, dass sie eher aus der Film- und Festspielecke kommen. Damit ergänzt diese Seite in idealer Weise einen Schwachpunkt im Angebot der Karl-May-Gesellschaft, die sich der Erforschung der
Wirkungsgeschichte nach 1945 — insbesondere der moderneren Medien — bisher kaum zugewandt hat. Dennoch wird auch der an Leben und schriftstellerischem Werk Karl Mays Interessierte hier fündig.
Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang vor allen Dingen die gut strukturierten Diskussionsforen, die im Gegensatz zu vergleichbaren Angeboten sehr rege genutzt werden.
Karl-May-Verlag
Verlagsprogramm — ungewöhnlich schön präsentiert
Der Besucher dieser Seite findet das vollständige Programm des Karl-May-Verlags, des USTAD-Verlags und der »Karl May« Verwaltungs- und Vertriebs G.m.b.H. Hervorzuheben und zu loben sind die gebotenen Funktionalitäten zur
Titelrecherche und Direktbestellung via Warenkorb.
 Seit dem 20.06.2003 präsentierte sich die Homepage des KMV in völlig neuem Design, welches das
bisherige hausbackene Layout ablöste — passend zum 90-jährigen Verlagsjubiläum. Das neue Gesicht, für das der Gestalter der Seiten des Karl-May-Magazins verantwortlich zeichnete, verdiente höchstes Lob. Im Gegensatz zu
früher waren die Funktionalitäten jetzt logisch angeordnet. Die zum Markenzeichen gewordene Buchausstattung der »Gesammelten Werke« prägte nun auch endlich den Webauftritt des KMV.
 Letzteres blieb bei einer nochmaligen Überarbeitung zwar erhalten, jedoch wurden durch
die Einführung von Flash-Menüs — einer überflüssigen modernen Spielerei — die Ladezeiten spürbar verlängert. Die Übersicht hat dadurch ebenfalls gelitten. Ein weiterer Mangel ist, dass das Layout offenbar nicht für
große Monitore ausgelegt ist. Das grüne Band im Kopf bricht rechts ab. Immerhin sind einige der früheren unter „Aktuelles“ angeordneten nichtssagenden Überschrifen wie z. B. »Aus unserem Buchbereich« oder »Aus
unseren Artikeln« verschwunden, eine Kategorisierung, die sich dem Nutzer nie erschlossen hatte.
Aus dem Verlagsangebot möchte ich das umfangreiche Reprintprogramm hervorheben, das mit über 50 Titeln das umfangreichste ist und zudem im Gegensatz zu den meisten Faksimile-Editionen der Wettbewerber auch bibliophilen Ansprüchen
genügt.
Karl-May-Gesellschaft
Das umfangreichste Angebot zu Karl May im Web
Geboten werden unter anderem die umfangreichste Sammlung an Primärtexten Karl Mays und der größte Teil der von der Karl-May-Gesellschaft seit 1969 produzierten Sekundärliteratur (Jahrbücher, Mitteilungs- und Sonderhefte) —
ein unvergleichliches Informationsangebot, das zwar einmalig ist, aber auch dadurch erreicht wurde, dass man sich nicht erst die Mühe machte, die hunderte von einzelnen Autoren von Mitteilungs- und Sonderheft-Beiträgen bzw. nach
dem Tod deren Rechtsnachfolger um Erlaubnis für eine Publikation im Internet zu bitten.
Vieles ist durch übersichtlich gestaltete Register erschlossen, die umso leichter zu bedienen sind, seit der Webauftritt zu Ostern 2011 komplett renoviert wurde — eine überfällige Maßnahme, denn der Auftritt zuvor stammte
noch von Ende der Neunzigerjahre, also quasi aus der Steinzeit des Internets. Bisher sind zwar erst die Start- und ersten Menüseiten überarbeitet, aber man darf sich bei dem Umfang des Webangebots nicht wundern, dass die hunderte,
wenn nicht tausende von Unterseiten erst nach und nach angepasst werden können.
Fazit: Man wird sich zwar fragen, weshalb jedermann kostenlos abrufen darf, was die Mitglieder der Gesellschaft in gedruckter Form kaufen müssen, wird aber dennoch oder genau deshalb über den reichhaltigen Service erfreut sein und
immer wieder reinschauen.
Karl-May-Figurenlexikon
Nützlich, praktisch, preiswert
Was man schon immer über die Figuren aus Karl Mays Werk wissen wollte und sich nie getraut hat zu fragen. In diesem Angebot eines Unterbereichs auf dem Server der Karl-May-Gesellschaft findet man (fast) alles.
Es ist als äußerst lobenswert und rücksichtsvoll anzusehen, dass diese Kopie aus der vergriffenen, ehemals im Igel-Verlag Paderborn erschienenen 2. Auflage einem die € 25,90 teure Anschaffung eines Exemplars der bei
Schwarzkopf & Schwarzkopf erschienenen 3. Auflage erspart.
Man wird dafür in Kauf nehmen müssen, dass man an vorgenommenen Korrekturen und Ergänzungen nicht partizipiert. Aber wie heißt doch ein schönes Sprichwort: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Letzteren Grundsatz wird
man auch gelten lassen müssen, wenn man feststellt, dass die Aufbereitung der Daten weniger optischen als vielmehr nur funktionalen Ansprüchen genügt.
Fazit: Eines der nützlichsten Standardwerke der May-Forschung ist auch online ein Muss — nicht zuletzt deshalb, weil es zusätzlich als Paket zum kostenlosen Download bereitgehalten wird!
Karl-May-Stiftung
Mehr Fragen als Antworten
Es läge wohl zu nahe, über diese Adresse etwas über die Karl-May-Stiftung, ihre Gründung und Geschichte zu erfahren. Per Mausklick über „Impressum“ erreicht man lediglich knapp skizzierte Informationen über die
strukturelle Gliederung und personelle Ausstattung (ergänzt um E-Mail-Kontakte). Darüber hinaus ist die aktuelle Satzung abrufbar.
 Wer aber den Wortlaut mit der Stiftungsurkunde von 1913 vergleicht (nachlesbar in Band
34 der »Gesammelten Werke«), wird kaum noch Übereinstimmungen finden und informative Erklärungen dazu vermissen. Wie kam es, dass eine Einrichtung mit ursprünglich wohltätigem Zweck (im Sinne des Stifters) sich heute fast
ausschließlich Verwaltungsaufgaben widmet? Über die Geschichte der Stiftung — insbesondere während der Zeit des real existierenden Sozialismus — wüsste man gerne mehr.
Zum weiteren Angebot gehört ein kleineres Karl-May-Text-Archiv, das vor allem die Kolportageromane umfasst (die Texte sind mittlerweile auch über den Server der Karl-May-Gesellschaft zu erreichen).
 Des weiteren wird ein Diskussionsforum angeboten, das thematisch aber
soweit durchstrukturiert ist, dass kaum noch ein Benutzer weiß, wo er was hinzuposten hat. Wie soll man wissen, ob Diskussionen über Heermanns May-Biografie im Abschnitt »Seine Biografie«, im Abschnitt »Sekundärliteratur« oder im
Abschnitt »Karl-May-Verlag« richtig positioniert sind, wenn der Betreiber offenbar selbst mit Begriffen nicht klar kommt? So findet sich die Sektion »Wirkungsgeschichte» ausgerechnet unter »Leben und Werk«. Dagegen sind die
Sektionen mit »Karl May — Buchausgaben« eben dort nicht vertreten. Dieses Chaos musste zwangsläufig dazu führen, dass sich mit Abstand die meisten Beiträge im Abschnitt »Allgemeine Themen« finden. Derzeit scheint die Zahl der
aktiv teilnehmenden Nutzer geringer zu sein als die Zahl der angebotenen Kategorien, von denen mehrere seit über einem Jahr — einer sogar seit über zwei Jahren — ungenutzt liegen. Der Betreiber des Forums ist ein
ausgewiesener Gegner von Textbearbeitungen, wogegen nichts zu sagen ist. Man wird aber je nach innerer Verfassung mit Erstaunen/Kopfschütteln/Ablehnung zur Kenntnis nehmen, dass man bei der für die Teilnahme notwendigen
Registrierung unter anderem folgendes akzeptieren soll: »Die Administratoren und Moderatoren dieses Forums bemühen sich, Beiträge mit fragwürdigem Inhalt so schnell wie möglich zu bearbeiten oder ganz zu löschen…« Nachdem in
der alten Forums-Version mehrfach Zensur geübt wurde, wird man wohl auch hier davon auszugehen haben, dass die Betreiber nach eigenem Gutdünken entscheiden werden, was »fragwürdig« ist. Ferner ist insbesondere im Bereich der
May-Biografie unübersehbar, wie mit propagandistischen Mitteln und teilweise unerträglich deutlich zur Schau getragenen Eitelkeit die Deutungshoheit über Mays Leben angestrebt wird. Neuerdings (20. Mai 2006) hat sich im Umfeld der
Stiftung die »Arbeits- und Forschungsgemeinschaft Beobachter an der Elbe« konstituiert, von der man seit der Gründung nichts mehr gehört hat.
Fazit: Wer diese Seite anfährt, um etwas über die Stiftung zu erfahren, findet sich nur oberflächlich informiert. Es handelt sich aber um einen bequemen Startpunkt für weitere Angebote, deren Qualität sehr unterschiedlich ist. Ein
Besuch lohnt sich bei aller Kritik im einzelnen auf jeden Fall.
Karl-May-Museum
Gleichermaßen informativ und kommerziell
Der Besucher dieser Seite wird aktuell über Ausstellungen und sonstige Veranstaltungen des Karl-May-Museums sowie dessen Freundes- und Förderkreises informiert und erhält ergänzende Touristikinformationen für einen Besuch vor
Ort. Das Hauptanliegen des Museums ist derzeit die „Werden Sie Blutsbruder“-Aktion, der Versuch der Einwerbung von Spendengeldern für als notwendig erachtete Erweiterungsbauten, die als „Vision 2012“
apostophiert werden und 2012 tatsächlich sehr modern wären, dieses bei der tatsächlichen Realisierung in ferner, ferner Zukunft aber wohl nicht mehr für sich in Anspruch nehmen können.
Besonders positiv hervorzuheben ist der als „Trading post“ bezeichnete Online-Shop mit dem reichhaltigsten Literaturangebot zu Karl May, das im Web zu finden ist. Hier können auch Bücher bestellt werden, die im
Sortimentsbuchhandel nicht geführt werden bzw. Einzelbände aus Reihen, die ansonsten nur im Abonnement zu beziehen sind. Dafür wird man in Kauf nehmen müssen, dass die formalen Regeln des Fernabsatzes (z. B. Widerrufsbelehrung;
Versandkostenangabe beim Produkt) von dem durch Laien betriebenen Shop-Team nicht beherrscht werden bzw. in drollig-naive Weise nur unzureichend umgesetzt sind.
Karl-May-Hörspieldatenbank
Einmalige Discografie
Karl May gibt es nicht nur in Büchern, Filmen oder auf Festspielbühnen.
Diese Seite verschreibt sich der Verzeichnung aller Hörspielproduktionen, die auf Tonträgern oder im Rundfunk jemals verbreitet wurden und ist damit für alle Interessierten — insbesondere Sammler — eine unverzichtbare
Nachschlaghilfe, für die es im Web keine Alternative gibt.
Die Mitarbeiter sind nachweisbar um Aktualität bemüht, was insbesondere daran erkennbar ist, dass die zahlreichen Neuerscheinungen seit Beginn des Hörspiel- und Hörbuchbooms der letzten Jahre unmittelbar nachgetragen und im
zugehörigen Forum diskutiert werden.
Dieses Schwesterprojekt der Karl-May-Bücherdatenbank ist uneingeschränkt zu empfehlen.
Karl-May-Festspiele
Der Einstieg
Manch einer wird erstaunt zur Kenntnis nehmen, wie viele Festspielorte sich mittlerweile zu den bekanntesten in Bad Segeberg und Elspe hinzugesellt haben.
Die Freunde von Karl-May-Freilichtspektakeln finden hier das vollständigste Linkverzeichnis zu sämtlichen Bühnen im deutschsprachigen Raum, die mit Aufführungen von Karl Mays Werken aufwarten.
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Die hier präsentierte Auflistung (Stand: 24.04.11) ist nicht auf Vollständigkeit angelegt, sondern eine sub-
jektiv getroffene Auswahl, die sich auf Webangebote mit herausragender Qualität, gepfleg-
tem Datenbestand und mehr als nur lokaler Relevanz beschränkt. Die Kommen-
tare sind selbstverständlich ebenso subjektiv wie die Auswahl selbst. |
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